- Standort: 4710 Grieskirchen
- Auftraggeber: Muggenhumer Energiesysteme GmbH
- Leistungen: Architektur
- Nutzfläche: 674 m²
- Nutzungsart: Büro- und Gewerbebau
- Gebäudedaten: Büroräume, Lagerräumlichkeiten und Werkstatt
- Anzahl Geschoße: 2
- Highlights: architektonische Integration des Bestandes, Biodiversitätsdach mit begehbarer PV & Haustechnik „Showarea“
CLEAN-TECH-CENTER
architektonischer ausdruck von energiekompetenz
mit dem clean-tech-center grieskirchen entsteht ein büro- und gewerbebau in holzbauweise, der architektur, enegiekompetenz und nachhaltige gebäudetechnik in einem gemeinsamen räumlichen konzept verbindet.
arbeitsraumerweiterung
Der Entwurf für das Clean-Tech-Center Grieskirchen verbindet einen Neubau mit dem bestehenden Firmengebäude zu einem gemeinsamen architektonischen Ensemble. Ziel ist die Schaffung eines zeitgemäßen Arbeitsumfeldes, das auf die aktuellen internen Abläufe abgestimmt ist und gleichzeitig ein hohes Maß an räumlicher Flexibilität für zukünftige Entwicklungen ermöglicht.
Der neu formulierte zentrale Zugang bildet das verbindende Element zwischen Bestand und Erweiterung. Ein darüberliegender Verbindungssteg stärkt die räumliche Beziehung der Baukörper und schafft eine klare Orientierung innerhalb des Gebäudekomplexes. So entsteht eine einladende Adresse und ein prägnanter Mittelpunkt der Anlage.
HOLZBAU
Der Neubau wird in Holzbauweise umgesetzt und zeigt exemplarisch das Potenzial des Materials auch im Bereich von Büro- und Gewerbebauten. Neben Wohnbauten eröffnet der moderne Holzbau heute vielfältige Möglichkeiten für funktionale Arbeitsgebäude, die hohe räumliche Qualität mit nachhaltiger Konstruktion verbinden.
Die sichtbaren Holzoberflächen im Innenraum schaffen eine warme und angenehme Arbeitsatmosphäre, während die Konstruktion gleichzeitig eine effiziente, ressourcenschonende Bauweise ermöglicht. Der Einsatz von Holz als zentralem Baustoff unterstreicht den Anspruch, nachhaltige Architektur auch im gewerblichen Kontext konsequent umzusetzen.
anpassen von arbeitsräumen
Die räumliche Organisation des Neubaus ermöglicht unterschiedliche Nutzungsformen – von Büroarbeitsplätzen über Lagerflächen bis hin zu integrierten Werkstattbereichen. Offene Strukturen und flexibel nutzbare Raumzuschnitte erlauben es, auf zukünftige Veränderungen der Arbeitsweise zu reagieren.
Großzügige Fensterflächen sorgen für eine hohe Tageslichtqualität und schaffen visuelle Bezüge zur Umgebung. Helle Holzoberflächen prägen die Innenräume und tragen zu einer freundlichen und hochwertigen Arbeitsatmosphäre bei.
architektur und energie
Als Standort von Unternehmen, die sich intensiv mit erneuerbaren Energiesystemen und zukunftsfähiger Gebäudetechnik beschäftigen, wird Nachhaltigkeit im Gebäude selbst räumlich und technisch erlebbar gemacht. Architektur und Haustechnik greifen dabei ineinander und machen innovative Energielösungen sichtbar.
Die Dachlandschaft wird als begehbare Energie- und Technikfläche konzipiert. Photovoltaikanlagen und Haustechnik sind bewusst zugänglich und können als „Showarea“ genutzt werden, wodurch das Gebäude selbst zum Demonstrations- und Arbeitsraum für nachhaltige Energietechnologien wird.
ökologische infrastruktur
Ein zentrales Element des nachhaltigen Gebäudekonzepts bildet das Biodiversitätsdach. Es trägt zur Reduktion sommerlicher Aufheizung bei und verbessert gleichzeitig die Effizienz der Photovoltaikanlage durch ein ausgeglicheneres Mikroklima.
Darüber hinaus fungiert das Dach als ökologischer Trittstein im lokalen Lebensraum und schafft neue Habitate für Insekten und Pflanzen. Die Dachfläche wird damit sowohl zu einem technischen als auch zu einem ökologischen Bestandteil der Architektur.